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DDR- Geschichte
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Begebenheiten aus unserer Heimat zur Grenze
der DDR
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Die Geschichte beginnt im Jahre 1949.
Die DDR fängt an Ihre Grenze zu West Deutschland zu schließen.
Bereits seit Kriegsende 1945 ist das legale Passieren der Demarkationslinie
reglementiert, zeitweise total untersagt. Durch die Polizeiverordnung
von 1952 ergeben sich dauerhaft drastische Einschränkungen des
Reiseverkehrs. Viele nutzen die Gelegenheit noch zur Flucht
in den Westen. (siehe auch den Film: Die Mauer 61 mit Heino
Ferch). Die beiden Gemeinden im Franken- und Thüringerwald,
deren Bewohner eng miteinander verbunden sind und die nur 4
Kilometer auseinander liegen, werden durch Grenzanlagen getrennt.
In Thüringen liegt Titschendorf, das plötzlich zwischen den
beiden Grenzzäunen liegt. Im Westen im Landkreis Kronach wird
Nordhalben zur letzten Ortschaft vor der innerdeutschen Grenze.
Die Bürger, die aus Titschendorf geflohen sind, treffen sich
wiederkehrend alle fünf Jahre in Nordhalben um Gedanken auszutauschen.
Viele sind noch in der Gegend ansässig und pflegen zu den Nordhalbener
Bürgern gute Kontakte. Die Titschendorfer jedoch vermissen ihre
Heimat und würden gerne wissen, was "drüben" so los ist. Leider
verhindern der Frankenwald und die Grenz-Sperranlagen die Sicht
und den Kontakt in die Heimat. Otmar Adler, damaliger Geschäftsführer
der Firma Adlerhaus (www.adlerhaus.de), und sein Freund Ludwig
Simon, Heizungsinstallateur und Hobbyflieger, beschließen einen
tollkühnen aber auch gewagten und gefährlichen Plan. Im Sommer
1982 besteigen die beiden einen Motorsegler am Flugplatz Kulmbach
(Bayern) und heben ab in Richtung Bad Steben. Vom Flugplatz
aus gibt es nur einen bestimmten Korridor in Richtung Süden,
der zum Befliegen erlaubt war. Entlang der Grenze war ein 5
km Korridor mit absolutem Flugverbot. Das Flugzeug wird tief
unter dem Radar geflogen. Kurz vor Bad Steben steigen die beiden
unerschrockenen in rund 1200 Meter Höhe und schalten den Motor
ab. Der Flieger gleitet still und leise dahin. Die Richtung
wird geändert und man fliegt über den Grenzanlagen an Titschendorf
vorbei in Richtung Nordhalben. Am Horizont sehen die beiden
Freunde Wurzbach, Rodacherbrunn mit den NVA Kasernen und Lobenstein.
Das Überfliegen der Grenze war verboten, es gab einen Sperrkreis
von 5 Kilometern, in dem der Luftraum nicht beflogen werden
durfte, und die Luftraumüberwachung war ständig präsent. Außerdem
war auf der Ostseite eine Alarmgruppe von Mig Abfangjägern in
Bereitschaft und die Grenztruppe verfügte über Hubschrauber.
Im Westen patrouillierte der BGS (Bundesgrenzschutz) von Coburg
aus mit Hubschraubern, sowie die amerikanischen Streitkräfte
mit Flugzeugen. Unbemerkt von der Luftraumüberwachung machte
Otmar Adler so schnell wie möglich Bilder von Titschendorf den
beiden blieben nur wenige Minuten zum Überflug, wobei der Segler
wegen schlechter Thermik ständig an Höhe verlor. Im Cockpit
herrschte Hochspannung und Angst, die sich erst etwas löste,
als man von der Grenze weg abdrehte und über der Ködeltalsperre
bei Mauthaus der Motor wieder gestartet werden konnte. Nach
rund 1 Stunde Flugzeit landete die Maschine wieder in Kulmbach
und man erwartete am Flugplatz die Polizei, da man davon ausgehen
konnte, bei derart starker Luftsicherung am Radar ein Bild reflektiert
zu haben. Aber nichts passierte! Der Husarenstreich war geglückt
und niemand hatte was davon bemerkt. Man darf nicht daran denken,
was hätte alles geschehen können (Matthias Rust- Landung auf
dem roten Platz 1987. In Moskau war der junge Mann wegen Verletzung
internationaler Luftfahrtregeln, Rowdytums und illegaler Einreise
zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Aufgrund
diplomatischen Drucks wurde Rust nach etwas mehr als einem Jahr
in die Bundesrepublik zurückgeschickt.) und was die beiden riskiert
haben, um den Titschendorfer Freunden zu helfen. Die entstanden
Aufnahmen wurden den geflohenen Titschendorfern als Erinnerung
an Ihre Heimat geschenkt. Erst jetzt, fast 20zig Jahre nach
dem Fall der Mauer, können wir diese wahre Begebenheit veröffentlichen,
da sonst die beiden Flieger mit rechtlichen Konsequenzen zu
rechnen gehabt hätten. Bei einer Tour mit Grenzfahrten.de sehen
Sie den überflogenen Grenzabschnitt sowie die spektakulären
Luftaufnahmen der Grenze.
Besuchen Sie dazu auch das „Historisches Ortsmuseum Nordhalben“
mit der Sonderausstellung "Grenze."
Hinweis: Gerne veröffentlichen wir auch Ihre Érlebnis mit der
Grenze !
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